Samstag, 16. Juni 2012

HTC One S - Die Kamera!

Hier und jetzt geht es um die Kamera des HTC One S!



Sie wird ja viel gelobt und es heißt, man brauche die Digitalkamera nicht mehr. Ich habe verschiedene Fotos und mit verschiedenen Einstellungen gemacht! Schaut selbst.

Die technischen Daten: 

Kamera mit HTC ImageSense
  • 8-Megapixel-Kamera mit Autofokus, intelligentem LED-Blitz und BSI-Sensor (für bessere Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen).
  • F2.0-Blende und 28-mm-Objektiv
  • 1080p HD-Videoaufnahme
  • Frontkamera: VGA
  • Spezieller Chip für Bilder
  • HD-Video aufnehmen und gleichzeitig Fotos machen
  • Continuous Shooting-Modus macht mehrere Schnappschüsse in Folge
  • Automatischer Blitz intelligent abgestimmt auf die Entfernung zum Objekt
  • Videostabilisierung sorgt für eine "ruhige Hand" bei allen Aufnahmen
  • Zeitlupen-Videoaufnahme und -Wiedergabe in hoher Qualität

So beschrieben:

2 Kameras küren das neue Design Smartphone – eine 8 Megapixel Kamera auf der Rückseite mit Autofokus, LED Smart Flash und BSI-Sensor (für bessere Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen) und eine 0,3 Megapixel VGA Frontkamera (720p).  

In weniger als einer Sekunde ist sie schussbereit (0,7 Sekunden). Video Pic macht es möglich – ob HD-Video (1.080p), Fotos, Serienbilder (Continuous Shooting-Modus) oder alles gleichzeitig – mit dem HTC One S verpasst man keinen Schnappschuss mehr, denn der Autofokus braucht von Bild zu Bild nur 0,2 Sekunden.  

Dadurch, dass die Auslöser für Fotos und Video­aufnahmen direkt nebeneinander auf dem Screen liegen, kann man schnell zwischen den Funktionen wechseln. Dank der Videostabilisierung entsteht somit selbst in Extremsituationen ein beeindruckendes Video.

Mein Anspruch: 

Ich bin wahrlich kein Fotoexperte und ein Freund des Automatikmodus. Ich möchte realistische und natürlich scharfe Bilder. Ich nutze natürlich eine Digitalkamera, die Casio Exilim EX-H15 Digitalkamera  mit  14 Megapixel, und 10-fach opt. Zoom. Mit dieser bin ich eigentlich zufrieden, aber gerade bei dem HTC One S Test stieß ich mit dieser an Grenzen. Die Nahaufnahmen der Homescreens oder der Apps waren teilweise eine Katastrophe.

Ich schätze übrigens den Automatikmodus, ich kann und mag nicht selber einstellen.

Die Bedienung: 

Die muss ich als erstes loben. Die Kamerapp ist schnell gefunden und das angezeigte Display glänzt mit Übersichtlichkeit. Nichts finde ich schlimmer, als wenn ich von den Möglichkeiten und Einstellungen erschlagen werde.

Wähle ich den Button Kamera habe ich die Wahl zwischen Foto und Video, neben einander liegend, schnell und zielgerichtet auszulösen und vor allem eindeutig. Ebenso deutlich fällt als Leiste der Zoom aus, so kann ich mit dem Finger ganz fix ranzoomen oder wieder weggehen. Vorsicht, die Empfindlichkeit ist hoch und das HTC reagiert sofort. Fließende Übergänge erfordert hier wirklich Übung. Ich habe sofort den Zugriff auf geschossene Bilder und über einen großen blauen Punkt kann ich direkt Effekte einstellen. Oben links befindet sich ein Button mit dem A. Hier kann ich zum Beispiel das Zeitlupenvideo wählen oder die Automatik der Kamera außer Kraft setzen und die Art meiner Aufnahme wählen.

Über eine kleine Blume in der Mitte erhalte ich Zugriff auf die Einstellungen wie die Bildauflösung, die Videoqualität, ISIO, Weißabgleich, Bildanpassungen sowie Kamera- und Videooptionen usw. 



Das HTC One S verfügt über eine Kamera auf der Hauptseite (8 Megapixel) und eine auf der Vorderseite (0,3 Megapixel). Mit der Letztgenannten kann ich zum Beispiel super Videotelefonate führen und mich selber beim Gespräch filmen. Natürlich ist die Frontkamera wesentlich schwächer. Auch das lässt sich einfach auswählen.

Ganz rechts befindet sich der sehr aussagekräftige Button für die Blitzeinstellungen: automatisch, direkt oder ohne Blitz.  Der automatische Blitz ist intelligent abgestimmt auf die Entfernung zum Objekt. Das ist die maximale Benutzerfreundlichkeit, übersichtlich und trotzdem alles da, gut strukturiert und intuitiv zu bedienen. Das gefällt mir, das ist für mich genau richtig.


Die Möglichkeiten: 

Derer gibt es viele. Über den blauen Punkt auf dem Startdisplay der Kamerapp kann ich schon vor dem Schuss diverse Effekte nutzen wie Verzerrung, Vignette, Schärfentiefe, Punkte, Mono, Country, Klassisch, Klassisch warm, Klassisch kühl, Graustufen, Sepia, Negativ, Solarisieren, Posterisieren und Aqua. Das macht Spaß und birgt sehr viel Kreativität für ausgefallene Bilder. Natürlich kann ich auch die geschossenen Bilder erst im Nachhinein dementsprechend bearbeiten oder auch zuschneiden. Die Bildbearbeitung habe ich in einem extra Post beschrieben.

Über den Button A kann ich genauer bestimmen, welche Art der Aufnahme ich schießen möchte und mir so voreingestellte Einstellungen zu Nutze machen. Beispiel: Automatisch, HDR, Panorama, Porträt, Gruppenporträt, Landschaft, weiße Tafel, Nahaufnahme, geringes Licht.

Das gefällt bei geplanten Aufnahmen und holt dann einfach das Beste aus den Einstellungen raus, bei minimalem Aufwand. Das ist gerade für Laien wie mich ideal! 

Natürlich kann ich auch beim HTC One S Belichtung, Kontrast, Sättigung und  Schärfe manuell einstellen, oder die ISIO  und den Weißabgleich wählen, die Gesichtserkennung oder automatische Lächelerkennung einschalten oder das Breitbild wählen. Es gibt ja so viele Möglichkeiten bis hin zum Selbstauslöser oder zur kontinuierlichen Aufnahme! 

Für die Fotos kann ich zwischen folgenden Bildauflösungen wählen:

  • 8M (3264x 1840)
  • 5M (2592x 1456)
  • 3M ( 2048x 1152)
  • 1M (1280x 720)
  • Klein (640x 480) 

Die mögliche Videoqualität lässt sich wählen zwischen:

  • FullHD 1920x 1080
  • HD 1280x 270
  • QHD 960x 540
  • Hoch 640x 480
  • Niedrig 320x 240
Ich kann übrigens gleichzeitig filmen und Fotos machen.

Bei den Möglichkeiten steht die Kamera einer DigiCam in nichts nach. Ich kann selber Hand anlegen oder aber auf den Automatikmodus zurückgreifen. Letzteren kann ich sogar noch auf die Art der Aufnahme abstimmen. Das gefällt und sorgt für gute Fotos für Laien und Fachleute gleichermaßen.


Die Ergebnisse:

Ich habe sehr viele unterschiedliche Fotos geschossen und viele Einstellungen ausprobiert. Nicht klar gekommen bin ich mit der Zoomfunktion. Diese reagiert sehr direkt – zu heftig, führt zu harten Übergängen und die Kamera benötigt doch Etliches an Zeit, um sich wieder scharf zu stellen, wenn sie es überhaupt tut. Wenn ich sehr nah ran gehe, kann ich nur hoffen, dass das Bild auch scharf wird. Nahaufnahmen schafft allerdings auch meine DigiCam mit 14 Megapixeln nur selten perfekt. Aber mit mehreren Versuchen und etwas Geduld bekam ich auch mit dem Handy gute Nahaufnahmen. Einfach ein wenig länger warten, ob sich die Kamera noch scharf stellt.

Der Auslöser lässt sich zielgerichtet und direkt auf dem Display betätigen. Das gefällt mir. Er reagiert sehr schnell und fast ohne Verzögerung. Der Autofokus braucht von Bild zu Bild nur 0,2 Sekunden. Ich liebe dieses Knipsgeräusch!

Lasse ich den Finger auf dem Button, schießt die Kamera in sehr schneller Abfolge mehrere Fotos (maximal 20). So kann ich sehr gut eine Serie bei schnellen Bewegungen produzieren. Ich mag es aber noch viel mehr, den Finger drauf lassen, bis zu 20 Bilder schießen und dann schlägt mir das HTC automatisch die beste Aufnahme vor. Die wähle ich und mit einem Klick sind alle anderen gelöscht. Tolles Kino!

Insgesamt fallen die Farben bei den Fotos mit dem HTC One S doch etwas zu kräftig, zu satt aus. Ich mag ja kräftige Farben, aber irgendwo sollten sie noch realistisch bleiben. Hier wird dann doch leicht übertrieben. Die Kontraste wirken gerade bei den kräftigen Farben wie der roten Rose zu hart und das Ergebnis tut fast in den Augen weh. Hier kann man aber dank der Effekte mit etwas Erfahrung vorbeugen, ich habe hier sehr gute Erfahrungen mit klassisch warm gemacht. Eine weitere Lösungsmöglichkeit ist die manuelle Nachjustierung von Kontrast und Sättigung – siehe Bilder. Dann werden die Bilder deutlich besser!

Ein weiteres Problem ist die Schärfe. Gerade bei Nahaufnahmen offenbart die Kamera Schwächen, aber auch bei Landschaftsaufnahmen wirken die Außenbereiche doch leicht unscharf. Oftmals ist eben nur der zentrale Punkt scharf, der Rest eher weniger. Mit einem Tipp auf das Display kann ich übrigens einen speziellen Punkt fokussieren und so besser scharf stellen lassen, am Ergebnis ändert das aber bezüglich der Randbereiche nichts. 

Ich bin trotzdem gerade mit den Landschaftsaufnahmen sehr zufrieden, schoss gute Fotos und erreichte auch mit den Porträts gute Ergebnisse.

Gruppenportraits, eine weitere Einstellung, erstellt man mithilfe einer Serienaufnahme von 5 Bildern, per Fingertipp gibt man die Gesichter vor und das Ergebnis funktioniert fast von allein. Das Ergebnis gefällt mir!

Überrascht war ich von den Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen. Zur Erinnerung: die F2.0-Blende lässt 40% mehr Licht durch und soll gerade beim Fotografieren bei schlechten Lichtverhältnissen bessere Ergebnisse erzielen.

Ohne Blitz
Mit Blitz
Ohne  Blitz wirkt das Bild körnig, aber funktioniert trotzdem. Mit Blitz allerdings bekommt man erstaunliche Fotos. Der Blitz arbeitet hier wirklich sensationell, besser als bei meiner DigiCam und leuchtet doch so manche Schwachstelle aus. Trotzdem erscheinen die Bilder im Ergebnis natürlich blass, aber berücksichtigt man die Voraussetzungen, so finde ich es erstaunlich, was für Bilder im Ergebnis stehen. Da kann meine DigiCam nicht mithalten! 


Begeistert haben mich die Panoramaaufnahmen. Man setzt sie aus bis zu 5 Bildern zusammen. Einfach das zentrale Motiv wählen und dann der Kameraführung folgen und entsprechend schwenken. Das gelang mir auf Anhieb und das Ergebnis ist beeindruckend. 


Laut  Urteil so mancher Fachleute bietet das One S als eines von nur wenigen Smartphones eine HDR-Funktion. Dabei schießt die Kamera in schneller Folge mehrere unterschiedlich belichtete Aufnahmen und kombiniert diese anschließend zu einem Foto mit verbessertem Dynamikumfang. Eine interessante Spielerei mit überraschenden Ergebnissen, die mich aber im Einzelfall nur selten überzeugt haben.
Mit dem Videodreh bin ich sehr zufrieden, auch wenn das Ergebnis bei schnellen Bewegungen nicht immer scharf ist. Es ist hier immerhin möglich, ein HD-Video zu drehen. Auch hier ist gerade das Zoomen problematisch und hat bei meinen Tests nicht gut geklappt. Am Ton habe ich nichts zu kritisieren, realistisch und ausgewogen – einfach zur Aufnahme passend. 

video

Sensationell ist natürlich die Variante, während dem Videodreh gleich noch Fotos zu schießen. Da die Buttons nebeneinander liegen, ist die Bedienung entsprechend einfach. Das kann ich mit meiner DigiCam nicht. Beim HTC One S gelingt das auch, wenn das Handy mit einer Hand hält und gleichzeitig bedient. 

Casio Exilim EX-H15
HTC One S Automatik
Mittlerweile ertappe ich mich oft dabei, statt der Digitalkamera das HTC zu zücken. Ein großer Vorteil ist für mich die sehr einfache Art, das Foto weiter zu verwenden. Egal, ob ich es bei Facebook einstellen möchte oder per Bluetooth auf die Reise schicke, als Bestandteil einer SMS oder Mai anhänge, an Dropbox oder Picasa sende oder zu einer Notiz hinzufüge. Ein Tipp in die linke, untere Ecke des Displays auf Senden und ich kann das Foto in jeder gewünschten Form oder Art verschicken oder weiterverwenden. Einfacher geht es kaum!

Kontrast reguliert
Sättigung justiert













Mein Fazit: 

Als erstes möchte ich hier erwähnen, dass ich es sehr schade finde, dass die Kameralinse nicht geschützt ist. Das Handy liegt immer direkt auf der Linse auf, wenn man es ablegt. Ich denke, hier wäre es eine gute Idee, sie etwas tiefer einzulegen, um einen gewissen Schutz zu gewährleisten oder eine Schutzkappe einzubauen.

Bei guten Lichtverhältnissen erhalte ich mit der Kamera des HTC One S schöne, detailreiche Fotos. Die Farbwiedergabe fällt teilweise zwar etwas zu kräftig aus, aber im Alltag kann ich gut damit leben. Bei schlechten Lichtverhältnissen erhalte ich sehr akzeptable teilweise erstaunliche Bilder, besser als die so mancher Digitalkamera.

Das HTC One S ist das erste Smartphone, das mir vernünftige Fotos in allen Lebenslagen liefert. Damit bin ich für alle Fälle immer gut gewappnet und kann die Digitalkamera beruhigt zu Hause lassen. Die Bedienung überzeugt dank intuitiver Führung, sogar einhändig, bei den möglichen Einstellungen und Bearbeitungen bleiben kaum Wünsche offen. Die Weiterverwendung so wie auch der Versand ist einfach und besonders schnell möglich!
Das ist ein überzeugender Pluspunkt für das HTC One S – eine sehr gute und leistungsstarke Kamera, die den perfekten Begleiter durch den Alltag entsprechend ergänzt.

Kommentare:

  1. Ich frage mich langsam warum ich mir eine Kamera gekauft habe wenn dieses Smartphone sogut wie alles gleichzeitig kann. Tolle Fotos :) LG und einen schönen Sonntag, Desiree

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  2. Ein Led Blitz ist schon etwas sehr Gutes. Obwohl ich der Meinun bin, das die Fotos gerade im Modus "Sättigung justiert" nicht so toll sind.

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