Donnerstag, 3. Februar 2011

ROOMBA 564 PET - meine Empfehlung für den Hausfrauenversteher!

Hier nun endlich komme ich zu meinem Fazit und damit zum Schluß meiner kleinen Reihe der Vorstellung unseres neuen Hausgenossen Rudi Roomba! Ganz wichtig aber noch vorab: Reinigung und Wartung und die Angaben zum Stromverbrauch!
Seit November hilft mir ein Saugroboter beim Sauberhalten des Hauses, der ROOMBA 564 PET.
Erworben habe ich ihn hier:

 Der ultimative Shop für die gründliche und leichte Bodenreinigung!


Saugroboter - ein spannendes Thema - heiß diskutiert, in den Medien gänzlich konträr vorgestellt. Hier lest Ihr meinen sehr umfangreichen und objektiven Testbericht - auf Grund der Länge in mehreren Teilen. Hier nun noch ein paar Tipps und das Fazit!

Wartung und Reinigung


geöffnetes Bürstenfach

Damit man an dem Gerät lange Freude hat, lohnt sich eine regelmäßige Wartung. Dazu gehört natürlich das Leeren des Auffangbehälters (Vorsicht: nicht gegen den Mülleimer klopfen sonder nur ausschütteln, die Zacken sind recht empfindlich) mit Abklopfen des Filters und die Reinigung der Bürsten. Alle grünen und gelben Teile lassen sich bewegen und entfernen und damit auch problemlos reinigen. Nach meiner Erfahrung setzen sich Haare und Schmutz tatsächlich überall ab, auch unter den kleinen Lagern und Kappen. Durch Anordnung und einfachem Steckprinzip kann ich aber meinen Sauger selber ohne großen Aufwand leicht und schnell säubern, ja sogar mal abspülen. Den großen muss mein Mann immer sauber halten! Als absolut genial erweist sich das mitgelieferte Reinigungswerkzeug (ein kleiner Zylinder mit Lamellenkamm). Damit gehe ich ein oder zweimal über die Bürste und entferne ohne Schere und in rasender Geschwindigkeit die anhaftenden Haare! Auch das kleine Vorderrad kann ich aus der Verankerung ziehen und so von anhaftenden Staubfusseln befreien. Für die Kantenreinigungs- oder auch Seitenbürste benötige ich dann aber doch einen kleinen Schraubendreher.
Die ganze Prozedur ist kinderleicht, wenig aufwendig, in 5 Minuten erledigt und über dem Mülleimer bzw. etwas Zeitung eine wenig schmutzige Sache. Wie viel Staub dabei aufgewirbelt wird, entscheide ich dabei selbst. Für Allergiker halte ich diesen Vorgang trotzdem nur für bedingt geeignet. In größeren Abständen sollten die Sensorenöffnungen mal mit einem sauberen, trockenen Tuch abgewischt werden.
Ich nehme diese Wartung längst nicht nach jedem Saugvorgang vor, da ja mittlerweile nur noch wenig Staub oder gar Dreck zu saugen ist. Über die Notwendigkeit entscheidet meist ein kurzer Blick auf die Rückseite.
Der Hersteller empfiehlt, den Filter nach 2 Monaten normaler Verwendung auszutauschen.


Rudi lädt

Die Fehlerbehebung

Auch ein Roboter macht mal kleine Probleme und eine Fehlerbehebung nötig. Dieser hier meldet sich aber selbst und per Frühwarnsystem. Er spricht mit mir (leicht blecherne Frauenstimme) und sagt nach einem Warnton genau, was ihm fehlt. Zusätzlich blinkt die Lampe in der Mitte.
Bisher handelte es sich immer um Kleinigkeiten: er steckt fest, ein Rad hängt in der Luft, Bürsten oder Lager waren verschmutzt oder die Seitenbürste gar blockiert, der Akku ist leer oder ähnliches.
Seiner deutlich geäußerten Fehlermeldung, auf Wunsch wiederholt er die per Knopfdruck auch, kann ich so zielgerichtet auf den Grund gehen und schnell beheben. Nur ein einziges Mal erwischten die Bürsten das Ende einer Garnrolle, wickelten diese ab und auf den Bürsten wieder auf. Aber auch hier konnte ich sofort Abhilfe schaffen.
Alle Fehlermeldungen werden im Bedienhandbuch mit diversen Lösungsvorschlägen besprochen. Bei größeren Ausfallerscheinungen kann ich ja dank intelligenten Kaufs immer wieder meinen Verkäufer kontaktieren, Hilfe im Roombaforum suchen oder im extremen Notfall auf die Garantie zurückgreifen.

Akkupflege


Die NiMH-Akkumulatoren von iRobot zeichnen sich durch besondere Kraft und Dauerhaftigkeit aus. Trotzdem sollte man ein paar Dinge beherzigen, damit er auch die vom Hersteller anvisierten 2 Jahre oder ca. 700 Ladezyklen störungsfrei arbeitet.
Vor jedem Reinigungszyklus sollte der Akku des Saugroboters vollständig aufgeladen sein.
Nach dem Einsatz sollte man den Roomba möglichst schnell wieder aufladen. Wartet man damit eventuell mehrere Tage kann das zu Schäden am Akku führen.
Ruht der Roomba, so sollte er es generell an seiner Home-Basis tun, bei ununterbrochener Stromzuführung. Dabei benötigt er im aufgeladenen Zustand nur wenig Erhaltungsstrom, man schont aber so den Akku. Als sichtbares Zeichen für den erfolgreichen Kontakt dient die leuchtende Lampe.
Einen laufenden Ladevorgang sollte man nicht unterbrechen! Achtung: nach einer längeren Ruhepause wird ein spezieller, längerer Ladevorgang (bis 16 Stunden, schnell blinkende Lampe) gestartet. Will man den Roomba einmotten oder lagern, so entnimmt man am besten den Vollaufgeladenen Akku und bewahrt diesen an einem kühlen, trockenem Ort auf.
So erzielt man ganz einfach die maximale Lebensdauer des Akkus, wohlgemerkt bei täglicher Anwendung.

Stromverbrauch

... ein für mich sehr wichtiges Argument, was kostet der Spaß an Energie, gemessen mit einem digitalen Strommessgerät.
Ein Tag mit Rudi Roomba = 24 Stunden, Rudi verfügt über eine Leistung von 30 Watt!
• 2 Stunden Saugen (Station leer, Rudi unterwegs): 0,001 kWh x 2 = 0,0002 kWh
• 2 Stunden Laden (Rudi zieht Strom): 0,026 kWh x 2 = 0,052 kWh
• 20 Stunden Standby (Rudi ruht sich aus): 0,0047 kWh x 20 = 0,094 kWh
Das heißt: Tagesverbrauch von 0,148 kWh x 25,07 Ct (Brutto) = 3,71 Ct pro Tag x 365 Tage = 13,54 Euro pro Jahr!!!

Zum Vergleich
Unser Dyson Staubsauger (Leistung 1400 Watt) verbraucht 1,198 kWh = 30,046 Ct pro Stunde. Bei 2mal Saugen die Woche (insgesamt 1 Stunde), mal 52 Wochen = 15,62 Euro im Jahr.
1 Stunde Fernsehen kostet mit unserem Fernseher (LCD Panasonic) 1,75 Ct. Bei 3 Stunden pro Tag, mal 365 Tage sind das 19,16 Euro pro Jahr!
Damit kann man die kleinen Saugwunder als sehr stromsparend und umweltfreundlich bezeichnen. Ich zahle also wesentlich weniger und habe ein sauberes Haus, schließlich schicke ich Rudi täglich in die Spur. 1 Stunde Dyson in der Woche reicht ja wohl hinten und vorne nicht. Außerdem verfügen andere Staubsauger über mehr Leistung als unser Dyson, ziehen also noch mehr Strom! Schlagendes Argument!

Staubbehälter entleeren


Fazit

Über Notwendigkeit und Preis kann man mit Sicherheit geteilter Meinung sein, nicht aber über seine Nützlichkeit. Gerade in einem Haushalt mit Haustieren und/oder kleinen Kindern ist der Roomba eine echte Bereicherung und trägt letztlich zur Sauberkeit und sogar zum Familienfrieden bei. Bei uns saugt niemand wirklich gerne, dafür tut es jetzt der Rudi!
Im Bad ärgere ich mich tagtäglich über gelbe Fußbodenfliesen, die jedes Haar deutlich sichtbar erscheinen lassen. Hier rächen sich die langen Haare der Tochter und der fortschreitende wohl altersbedingte Haarsausfall meines Mannes und mir. Fix und völlig unspektakulär beseitigt Rudi das Problem. Jetzt darf Schwiegermutter auch mal ohne Vorankündigung klingeln!
Das neue Modell scheint ausgereifter zu sein als seine Vorgänger und darf nach meiner Erfahrung auch gerne in einem Haushalt ohne Haustiere eingesetzt werden. Durch unglückliche Umstände hat sich unser Haustierbestand verringert, aber auch in einem ganz normalen Haushalt fallen Unmengen von Haaren auf dem Boden an.
Dank gleichzeitiger Bürst- und Saugleistung reinigt der kleine Roboter effektiv, saugt und kehrt. Grober Schmutz wird über die Bürsten aufgenommen, der Feinstaub wird aufgesaugt. Staub, Pollen, Haare verschwinden im beutellosen Auffangbehälter und bleiben dort - täglich! Reinigung und Wartung des Gerätes fallen kaum ins Gewicht, genauso wenig wie die Lautstärke. Die Bedienung ist kinderleicht und die Möglichkeit der Zeitprogrammierung luxuriös.
Meine eigenen Vorurteile habe ich über Bord geworfen, der Roboter saugt teilweise gründlicher, als ich selbst (Beispiel unter den Möbeln). Trotz runder Bauart bleibt auch Dreck in den Ecken nur minimal dort liegen. Meine große Sorge, dass er dafür aber beim Stromverbrauch für zusätzliche Kosten sorgt, konnte ich dank eigener Messung völlig ausräumen. Der Roomba bietet maximalen Komfort bei geringem Stromverbrauch, energiesparender als wenn ich meinen normalen Staubsauger nutze! Nachfolgekosten entstehen nur durch den Ersatz diverser Filter. Schließlich erzieht das Saugwunder auch noch zur Ordnung, man achtet mehr auf herumliegende Gegenstände! (Meine Tochter räumt lieber den Fußboden auf, als selber zu saugen!)
Ich habe natürlich im Netz zu den Roomba-Modellen intensiv recherchiert. Alle Tester kommen zu ähnlichen Ergebnissen: der beste Roomba ist der 581 und gleich danach folgt mein Rudi – der 564 PET. Generell liegen die neuen Saugroboter dieser Serie weit vor der meist asiatischen Konkurrenz. Das erklärt mir dann auch die negativen Medienberichte. Wenn Saugroboter, dann nur ein Roomba! Das richtige Modell hängt dabei von der Fläche und den eigenen Wünschen ab.
Als einzige Kritikpunkte kann ich nur die veraltete Akkutechnik und den Preis nennen.
Mein Göttergatte findet es schon sehr verwunderlich, dass bei einem neuen Modell am Markt nicht schon auf die Lithium-Ionen-Technik setzt.
Preislich bewegt man sich mit einem Roomba, je nach Modell zwischen 349,- und 529,- Euro. Das ist sicher viel Geld, aber für einen ordentlichen Staubsauger muss ich auch tief in die Tasche greifen (Dyson), innovative und moderne Technik hat nun mal ihren Preis und schließlich spare ich zumindest leicht an den Stromkosten, aber vor allem spare ich Zeit. An dieser Stelle kann ich nur auf die Möglichkeit der Teilzahlung und den Kauf von gebrauchten Modellen bei robosauger.com verweisen.

Ich bereue nichts: Sauberkeit, Hygiene, Bequemlichkeit und letztlich geschenkte Zeit (Lebenszeit) sind es wert!

Ich spreche hier eine eindeutige Empfehlung aus! Wer immer noch zweifelt: probiert es aus! Bei robosauger.com kann man den Roboter 30 Tage unverbindlich testen!

Dieser Bericht erschien auch auf anderen Plattformen .

1 Kommentar:

  1. Danke für den ausführlichen Bericht, ich liebäugel schon lange mit so einem Kerlchen und bin nun etwas schlauer :D

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