Donnerstag, 27. Januar 2011

ROOMBA 564 PET - Hausfrauenversteher Teil 4

Hier nun endlich komme ich zum wichtigsten Teil meiner Vorstellung unseres neuen Hausgenossen Rudi Roomba! Meine Erfahrungen!
Seit November hilft mir ein Saugroboter beim Sauberhalten des Hauses, der ROOMBA 564 PET.
Erworben habe ich ihn hier:

 Der ultimative Shop für die gründliche und leichte Bodenreinigung!


Saugroboter - ein spannendes Thema - heiß diskutiert, in den Medien gänzlich konträr vorgestellt. Hier lest Ihr meinen sehr umfangreichen und objektiven Testbericht - auf Grund der Länge in mehreren Teilen. Hier der wichtigste Part!


Meine Erfahrungen

Unser Roomba bekam den Namen Rudi verpasst und säubert jetzt seit einigen Monaten die Räumlichkeiten. Im Gegensatz zur Empfehlung des Anbieters verlasse ich nicht das Haus, wenn Rudi saugt. Ich schaue ihm gern zu. Ich kann sehr wohl die Füße hochlegen und genüsslich Rudi beim Arbeiten zusehen. Die Lautstärke empfinde ich als sehr akzeptabel, Laufgeräusche sind eher selten - mein Dyson macht deutlich mehr Lärm.

Rudi auf der Ladestation!

Start und Wahl des Reinigungsmodus:

Gestartet und ausgeschalten wird der Roboter per Knopfdruck auf die mittige Taste mit der Aufschrift Clean (abseits der möglichen Zeitprogrammierung), danach habe ich die Wahl zwischen einer weiteren Betätigung des Hauptschalters Clean oder des etwas kleineren Spot, je nach gewünschten Reinigungsmodus. Rudi ist ein freundlicher Geselle und meldet sich mit einer kleinen Melodie arbeitsbereit.
Möchte ich nur punktuell ein kleines Unglück ungeschehen machen, so drücke ich den Knopf: Spot und Rudi beginnt relativ kreisförmig einen Bereich bis ca. 1 Meter Durchmesser gründlich zu reinigen. Er beginnt mit ganz kleinen Kreisen, die dann immer großzügiger werden, um dann schließlich wieder zu ganz kleinen Kreisen zurückzukehren. Ist ein Hindernis im Weg, so umfährt es er so gut es geht, vollführt eben Halb- oder Viertelkreise. Je nach Intensität des Unglücks ist er so ca. 5 Minuten beschäftigt – da hätte ich gerade mal meinen Dyson zusammengesteckt und an den Ort des Geschehens manövriert. Mit Hilfe des kleinen Roboters ist der Dreck schon wieder Geschichte.
In den vergangenen Tagen durfte Rudi aktuell so den rein getragenen Splitt im Flur einsaugen oder aber auch unter dem Weihnachtsbaum für eine Nadelfreie Zone sorgen. Schnell, praktisch, effizient, wirksam!

Beglücke ich Rudi mit der äußerst vertrauensvollen Aufgabe der kompletten Raumreinigung, so trage ich ihn mittels Muskelkraft in den betreffenden Raum, setzte ihn liebevoll in der Mitte ab und betätige den Schalter Clean. Als folgsamer Roboter beginnt Rudi, begleitet von seiner Startmusik, sich sofort in Bewegung zu setzen und damit natürlich auch sofort gründlich zu saugen. Nebenbei berechnet er dank intelligenter Software die Raumgröße und stimmt die Reinigungsdauer und den Reinigungsmodus optimal darauf ab.


Navigation:

Mittels Sensoren erobert er sich förmlich Zentimeter für Zentimeter das Zimmer, lokalisiert Hindernisse, Schwachstellen und Dreckecken. Er navigiert vollautomatisch und nach Plan – auch wenn es manchmal schon etwas planlos aussieht - und saugt jede Stelle dabei mehrfach, übrigens dank extrem flacher Bauweise (8 Zentimeter) auch unter der Couch, Buffet oder Bett. Er durchquert den Raum quer und längs, spiralförmig, kreuzweise, in Kreisen und schließlich fährt er systematisch die Kanten ab, berechnet laut Hersteller 64-mal pro Sekunde seinen Weg durch den Raum. Faszinierend wie er mit Hilfe der Sensoren den Linien und Flächen folgt und so zum Beispiel ein Stuhlbein umkreist. Fliesen oder Teppich, der intelligente Roboter passt sich den verschiedenen Untergründen sofort an.
Rudi ist sehr willig und legt ein ganz schönes Tempo vor. Erkennt er ein Hindernis, so bremst er leicht ab und verursacht so trotz leichter Kollision keinerlei Schäden. Probleme gibt es hier nur mit sehr dunklen Oberflächen oder sehr schmalen Gegenständen.
Besonders freut er sich über Dreckinseln, die erkennt mit speziellen Schmutzsensoren, dann leuchtet fröhlich seine blaue Lampe und er überfährt den verdreckten Bereich gleich mehrfach! Rudi verfügt über einen formschönen, runden Körperbau und saugt trotzdem verhältnismäßig gründlich Ecken und Kanten. Wie das geht? Ein rotierende Bürste schaut unter dem Roboter vor und arbeitet so seitlich über den normalen Bereich hinaus. Damit kommt Rudi ganz gut in die Ecken und kehrt sich förmlich den Dreck heran. Hier ist von Vorteil, dass Rudi jede Stelle mehrfach überfährt und dabei auch mal die Richtung ändert, so erwischt der auch Staub, der beim ersten Mal vielleicht weggewedelt wurde. Nur zu enge Stellen, da hilft dann nur der Handbetrieb. Möchte ich sensible Bereiche, wie Kabel, gemieden wissen, nutze ich die mitgelieferten virtuellen Wände. Einfach den Schalter auf Auto stellen und an der entsprechenden Stelle aufstellen. Mittels Infrarotstrahl wird dem Rudi hier ein unsichtbares Hindernis aufgebaut, dass er zuverlässig meidet.


Zeit:

Für unser Wohnzimmer mit über 40 Quadratmetern benötigt er so ca. 60 Minuten und schenkt mir damit Zeit zum Lesen, Surfen, Fernsehen oder einfach Ausspannen. Klar wäre ich schneller gewesen, aber was stört es mich, wenn Rudi 1 Stunde freudig arbeitet und ich nicht!
Gerne räume ich mal die Pflanzen ein wenig beiseite und verschaffe ihm so etwas mehr Bewegungsfreiheit. Ist er mit dem Raum fertig, so meldet er fröhlich mit einer kleinen Melodie Vollzug. Fix greife ich ihn mir dank des kleinen Henkels und transportiere ihn so in den nächsten Raum, bis zu 4 Räume hat er schon ohne Pause gesaugt. Insgesamt kann der Roboter 2 Stunden am Stück durch die Bude flitzen und Dreck einsammeln, erst dann muss er wieder auf die Ladestation. Die grüne Lampe verfärbt sich mit zunehmender Entladung immer mehr in Richtung Orange und irgendwann blinkt dann die Taste Dock. Nun weiß Frauchen, Rudi ist so gut wie erschöpft. Biete ich ihm freien Zugang zu seiner Home-Basis, so fährt er selbstständig in Selbige zum Auftanken. Hier verweilt er ca. 2 Stunden (laut Hersteller Ladezeit 3 Stunden), der Akku lädt und zeigt das durch ein Blinken an. Leuchtet die Lampe wieder dauerhaft grün, kann er dann erneut gestartet werden. Allerdings sollte man vorher den Staubbehälter mal kontrollieren und gegebenenfalls leeren.

Virtual Walls

Hindernisse:

Rudi erkennt Treppen - stoppt sofort ohne Gefahr des Absturzes, Rudi erklimmt Absätze bis 2 cm und Teppichkanten, Rudi besteigt auch Vorleger und Abtreter und verheddert sich nicht in Teppichfransen oder Kabeln. Einzig die scheinbar zu leichten Badvorleger schiebt oder zieht er durch den Raum. Ansonsten war ihm bisher keine Hürde zu hoch, kein Hindernis zu groß. Manövriert er sich auch gelegentlich in schier ausweglose Situationen, so befreit er sich dank bemerkenswerter Ausdauer, notfalls auch dem Rückwärtsgang, auch wieder selbst. Ein einziges Mal blieb er bisher wirklich zwischen 2 Schränken stecken und rief mittels akustischer Fehlermeldung nach Frauchen: bitte setzen sie den Roomba an eine andere Stelle. Tatsächlich: der Roboter spricht mit mir und sagt deutlich, was er möchte!
Der Lütte hat noch nichts umgeworfen, kein Kabel gefressen oder sonst irgendeinen Schaden verursacht: er ist und bleibt ein echter Sonnenschein!


Häufigkeit:

Gelegentlich greife ich natürlich zur konventionellen Saug-Methode; anfangs musste ich es zur Beruhigung des eigenen schlechten Gewissens zwanghaft wöchentlich tun, mittlerweile fröne ich deutlich größeren Abständen. Rudi verrichtet seine Arbeit ordentlich und je regelmäßiger man ihn zur Arbeit schickt, je sauberer das eigene zu Hause. Ich kann mich also damit begnügen, "MAL" gründlich die Ecken auszusaugen und unter zu tiefen Schränken, unter die Rudi nun wirklich nicht kommt, nachzuarbeiten. Den Rest erledigt Rudi. Ich lasse ihn fast täglich "von der Leine", mal den Raum und mal den. Dabei genieße ich es, wie schnell und vor allem leicht, ich seine Arbeitsposition verändern kann. Einmal am Henkel lässt er sich bequem auch in die obere Etage verlagern, während selbige Aktion mit dem Dyson dank Gewicht und Umfang mit Sauger, Schlauch, Rohr und Bürste schnell zum schwierigen Unterfangen wird.
Per Zeitprogrammierung kann ich Rudis Arbeits-Aufgaben vorprogrammieren. Das geht leicht, mit nur wenigen Tastenkombinationen plane ich die ganz Woche im Voraus (7 Arbeitszeiten pro Woche sind möglich). Rudi startet pflichtbewusst und pünktlich den Reinigungsparcours, ob ich nun im Hause bin oder nicht.


Saugleistung:

Die Saugleistung übertraf bei weitem meine Erwartungen. Er saugt tatsächlich recht gründlich dank gegenläufig rotierenden Bürsten und kraftvollem Saugmotor. Flusen, Fussel, Staub, Haare, Blätter, Krümel, Sand, Waschmittel, Splitt – egal welche Konsistenz - Hauptsache trocken … verschwindet spätestens beim 2. Überfahren restlos. Als schwierig identifizierte Rudi nur Mehl und halt schmierende, weil zum Beispiel feuchte Lebensmittel.


Auffangbehälter:

Zum Lieferumfang gehören 2 verschiedene beutellose Staubbehälter, die mir die Wahl zwischen alltäglicher Reinigung und Hochleistungsreinigung lassen. Der Wechsel erfolgt ganz leicht, 2 Handgriffe - erledigt. Normalerweise nutze ich lieber den einfachen Behälter und setze den innovativen AeroVac-Behälter eher fürs Bad (Haare) oder sehr groben Schmutz (Splitt) ein. So optimiere ich auf einfachste Art und Weise das Saugergebnis. Beim Einsatz des AeroVac-Behälters erscheint mir Rudi etwas leiser, er benötigt aber mehr Akkuleistung, heißt: er saugt keine 2 Stunden, sondern fährt schon weit aus früher in die Station zurück. Dafür bleiben aber dann weniger Haare an den Bürsten hängen, weil sie durch die zusätzliche Saugkraft besser eingezogen werden und herab gefallene Blätter von Zimmerpflanzen (Ficus) finden leichter den Weg in den Müll.
die 2 verschiedenen Auffangbehälter


Ahnt man schon, wie mein Fazit ausfällt?

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