Freitag, 30. April 2010

Shatler's Mai Tai

Welcome to Hawaii!
Vor einiger Zeit erhielt mein Töchterchen Post von den Konsumgöttinnen. Sie darf Cocktails aus der Dose testen.
Das Testpaket enthielt 4 Cocktails von Shatler’s, 3 mit Alkohol und einer ohne.
Die Berichte darf natürlich ich schreiben, na egal testen tun wir sie sowieso zusammen.
Bei uns gibt es eigentlich nie Cocktails und in der Bar sind sie mir sowieso zu teuer. Also sind wir sehr gespannt auf diesen Geschmackstest. Das Konzept: Was gibt es Schöneres, als entspannt an einer Bar zu sitzen und mit seinen „Mädels“ Cocktails zu schlürfen? Schade nur, dass man zu Hause keinen persönlichen Barkeeper hat, der einem abends mal eben den Lieblings-Drink mixt, oder? Muss aber auch nicht sein, denn dafür gibt es jetzt die trinkfertig gemixten Cocktails von SHATLER’s. Super lecker und super einfach: Lieblings-Cocktail aussuchen, Crushed Ice ins Glas, Dose gut schütteln, eingießen und los geht’s! Acht der weltweit angesagtesten Cocktails stehen zur Auswahl plus vier alkoholfreie Varianten.



((¯``**~.Hersteller.

SHATLER’s Getränke GmbH
Esplanade 23
20354 Hamburg

Deutschland:
Tel.: 040 – 357 16 96 – 0
Fax: 040 – 357 16 96 – 29
e-Mail: info@shatlers.de
www.shatlers.de


((¯``**~.Firma und Produktpalette.

Die beiden Barkeeper und Freunde Marc Pertzsch und Lars Hense lernten sich bereits 1988 in Harry’s New York Bar in München kennen. Im Jahr 2003 entstand die „Schnapsidee“, einen im industriellen Maßstab hergestellten Cocktail in Barqualität anzubieten.
Die neue Idee: Warum nicht qualitativ hochwertige Cocktails so abfüllen, dass sie mehrere Monate haltbar und damit für jeden Gastronomen einsetzbar wären? Außerdem sollten sie sich in Geschmack und Qualität in keiner Weise von frisch Gemixten unterscheiden.
Sie gründeten 2006 mit Hilfe eines Juristen und eines Kaufmanns die SHATLER’s Getränke GmbH. 2008 stellte man dann SHATLER’s Cocktails einem gastronomischen Fachpublikum vor und begeisterte als erfolgreiche Umsetzung einer Idee, die die zwei befreundeten Barkeeper über mehrere Jahre hinweg mit viel persönlichem Einsatz verfolgt hatten. Im gleichen Jahr erhielt SHATLER’s den Förderpreis der Gastro Vision als innovativstes Gastronomieprodukt 2008.
Seit Mai 2009 können nun auch privaten Kunden die vorgemischten Cocktails für zu Hause im Webshop online zu bestellen.
Heute arbeiten 20 fest angestellte Mitarbeiter für das Unternehmen mit Sitz in Hamburg. Seit 2008 gehört die in Österreich gegründete Tochtergesellschaft SHATLER’s Cocktails Handels GmbH zum Unternehmen.
www.shatlers.de


((¯``**~.Preis und Anschaffung.

Wir bekamen 4 dieser Cocktails nach Hause geschickt, ohne Bestellung und natürlich auch ohne Bezahlung. Für diesen Bericht musste ich natürlich auch einen Preis recherchieren, gehört ja wohl dazu.
Für die Dose Mai Tai mit einem Inhalt von 200 ml werden 2,98 Euro fällig. Allerdings gibt es bei einer Online-Bestellung eine Mindestbestellmenge von Cocktails.
Ich denke dieser Preis bewegt sich in einem durchaus akzeptablen Rahmen. Natürlich darf man auch nicht den Preis zum Vergleich heranziehen, den man bei einer Bestellung in einer Bar bezahlt.


((¯``**~.Verpackung und Beschriftung.

Es handelt sich um eine Art Dose aus stabiler Pappe mit einer Höhe von ungefähr 13 cm.
Sie hat einen relativ geringen Durchmesser mit ca. 5 cm, lässt sich so gut greifen und auch lagern. Oben verschließt eine sicher verklebte Folie eine Öffnung zum Ausgießen.
Mai Tai gestaltete man in Gelb- und Brauntönen im Farbverlauf mit einer angedeuteten Abbildung von Barutensilien wie Flaschen und Gläsern am unteren Rand. Der Firmenschriftzug wurde in Silber, recht groß und vertikal angebracht. Die restliche Beschriftung erfolgt in Schwarz.
Verpackung und Gestaltung sind praktisch und gefallen, sind aber nicht sonderlich auffällig. Ich vermisse ein wenig die Fröhlichkeit und die gute Laune, die man normalerweise mit solch einem Cocktail verbindet … auch die tragenden Inhaltsstoffe finden in der Ausgestaltung keine Berücksichtigung. Ich finde, hier fehlt ein wenig die zum Cocktail gehörende Stimmung, etwas Karibikflair.
Auf der Dose wird sehr zurückhaltend erklärt: Alkoholhaltiges Mischgetränk mit Rum, Dry Orange Curaçao, Mandelextrakt, Zitrone und Orange. Diese, in mehreren Sprachen wiederholte Angaben sind die die einzigen Erläuterungen zum Inhalt.
Im Online-Shop wird der Cocktail so beworben: Einer der erfolgreichsten Drinks weltweit. Eine sauer-fruchtige Mischung aus diversen Rumsorten, Dry Orange Curaçao, Mandel und Zitrone.
Welcome to Hawaii!


((¯``**~.Inhaltsstoffe.

Auch eine detaillierte Angabe der Inhaltsstoffe sucht man hier vergeblich. Komisch, ich dachte immer, der Gesetzgeber besteht auf diese Angaben. Ich gehe also davon aus, dass hier Rum, Dry Orange Curaçao, Mandel und Zitrone enthalten sind, kann aber keine Angabe zu eventuell verwendeten Aromen oder Konservierungsstoffen oder gar über die prozentuale Verteilung der Ingredienzien machen. Nur das scheint noch wichtig: 200 ml / 12,7% vol. Alcohol.
Piktogramme zeigen eine durchgestrichene Schwangere (logisch oder) und empfehlen eine Trinktemperatur von 18 Grad C.


((¯``**~.Wissenswertes: Mai Tai.

Mai Tai ist ein klassischer Rum-Cocktail und gehört zu den weltweit erfolgreichsten Drinks. Er wurde 1944 in San Francisco von Victor Bergeron, besser bekannt als Trader Vic, erfunden. Angeblich mixte er den ersten Mai Tai für zwei gute Freunde aus Tahiti, Carrie und Eastham Guild, die daraufhin ausgerufen haben sollen: Mai Tai Roa Ae, was in etwa heißt: „Nicht von dieser Welt - Das Beste“.

Der Mai Tai ist einer der klassischen Tiki-Drinks, zu denen auch der Zombie gehört. Typisch für die Tiki-Ära war, dass die Bartender ihre Rezepte als ihr „Kapital“ ansahen und daher nicht verrieten oder veröffentlichten. Dementsprechend hielt sich auch Bergeron mit der Veröffentlichung des Mai-Tai-Rezeptes lange zurück. Erstmals taucht der Drink daher in „Trader Vic´s Bartender´s Guide - Revised“ von 1972 auf.

Allerdings gibt es neben Bergeron eine Reihe von weiteren Personen oder Cocktailbars, die für sich in Anspruch nehmen den Mai Tai erfunden zu haben.

Historisches Rezept
6 cl Jamaika Rum Wray & Nephew 17 Jahre
1,5 cl Curaçao Orange
0,75 cl Orgeat
0,75 cl Zuckersirup
2 cl frisch gepresster Limettensaft

Alle Zutaten mit Eiswürfeln schütteln und in ein Glas mit zerstoßenem Eis abseihen. Minzezweig mit ins Glas geben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mai_Tai


((¯``**~.Anwendung.

Vor dem Öffnen soll man die Dose kräftig schütteln und dann in ein Glas mit crushed, also zerstoßenem Eis (in einer Mail wurde noch mal darauf hingewiesen, dass man ca. 250g Eis nehmen soll, da die Intensität des Cocktails darauf abgestimmt ist.) gießen. Und dann nur noch genießen!


((¯``**~.Aussehen, Konsistenz und Geruch.

Das Produkt präsentiert sich als sonnengelbes, leicht cremiges, alkoholisches Getränk, das sehr frisch und fruchtig schnuppert. Es lässt sich hier keine Fruchtnote besonders identifizieren, scheinbar handelt es sich um eine sehr kräftige Zitrusnote, der Mandelextrakt lässt sich erahnen, der Rum hält sich vornehm zurück. Nach dem Schütteln wird sie von weißem Schaum bedeckt. Ich mag eigentlich keinen Rum, aber auf diese fruchtige Mischung lasse ich mich gern ein.


((¯``**~.Haltbarkeit.

Bei trockener und kühler Lagerung bis 20 Grad C haltbar bis 21.10.2010, also ca. ein halbes Jahr!


((¯``**~.Meine eigene Anwendung.

Wir haben die Dose kräftig geschüttelt und Eis vorbereitet. Schließlich wurde die Dose geöffnet und erstmal der Riechkolben darüber gehalten. Es riecht sehr fruchtig, gar exotisch, aber es lässt sich keine Fruchtsorte speziell identifizieren. Hätte ich die Zutaten vorher nicht gewusst, hätte ich auf Grapefruit und Ananas getippt … und falsch gelegen. Er riecht leicht säuerlich mit einem Hauch von Mandel … einfach lecker und erfrischend.
Ins Glas gegossen präsentiert sich der Mai Tai als sonnengelbes, leicht cremiges Getränk. Auch hier ergibt sich durch das vorherige Schütteln eine appetitliche Schaumkrone. Die Vorfreude steigt, er duftet angenehm und sieht verführerisch aus, so fröhlich, exotisch und vor allem so sommerlich!
Ein erster Test lautet … hm schmeckt, hui sauer. Automatisch spitzt man hier nach dem Schlucken das Guscherl … sauer. Er schmeckt unglaublich fruchtig, exotisch, ohne vorherrschenden Alkohol und wunderbar harmonisch abgestimmt. Nichts schmeckt vor, auch der Rum nicht und schon gar nicht die Mandel, es ergibt sich eine sehr fruchtige, aber eher säuerliche Komposition.
Alle Familienmitglieder sind sich hier einig: unglaublich lecker und erfrischend, ja auch erfrischend anders. Diesen Cocktail am karibischen Strand unter Palmen sitzend genießen … ein Traum. An die saure Note gewöhnt man sich schnell und findet ihn so gerade bei hohen Außentemperaturen als besonders erfrischend und kühlend!
Aber Vorsicht, auch dieser Cocktail enthält mehr als 12% Alkohol und da man den nicht schmeckt, könnte man die Gefahr unterschätzen, wenn einem auch noch die Sonne auf den Detz scheint. Der ist alles andere als harmlos, gerade weil man das Verlangen nach mehr entwickelt.
Auch hier muss ich nochmals die Schaumkrone erwähnen, denn auch bei diesem Getränk setzt sie dem Ganzen hier wortwörtlich die Krone auf, optisch und geschmaklich.


((¯``**~.Fazit.

Diese leckere Mischung aus Rum, Curaçao, Mandel und Zitrusfrüchten macht Lust auf den Sommer, auf Urlaub und Strand … perfekt für das heimische Karibik-Feeling. Feiern wir eine Beach-Party?

Eine in ein Glas gefüllte exotische Phantasie aus Rum und Obst, eine sehr frische Harmonie, erfrischend lecker, nicht zu sauer und nicht zu mächtig und vor allem nicht so vordergründig alkoholhaltig. Mir gefällt auf jeden Fall die sehr fruchtige Note, ich mag Zitrusfrüchte und auch Mandel und dieser Form nehme ich den Rum sogar billigend in Kauf. Süffig, exotisch, frisch, verführerisch und lecker! Abends, zu zweit auf der Terrasse genossen bei sommerlich warmen Temperaturen nach einem besonders schönen Tag … Augen zu und sich sofort in die Karibik träumen …

Ich finde die Verpackung ziemlich praktisch für den Hausgebrauch, der Cocktail ist fix und fertig, muss nur geschüttelt werden und über Eis eingegossen werden. Die Gestaltung der Verpackung erscheint mir sehr zurückhaltend, dürfte ruhig etwas fröhlicher und farbenfreudiger sein. Der Preis erscheint mir durchaus angemessen, weder günstig noch ausgesprochen teuer. Dumm nur, dass ich bei einer Bestellung gleich 12 Cocktails nehmen muss, allerdings dürfte man damit bei diesem Erfolg wahrscheinlich gar nicht auskommen. Für eine Party in den heimischen 4-Wänden könnte ich mir diese Cocktails in ihrer Vielfalt und an einem lauen Sommerabend sehr gut vorstellen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis und vor allem die Qualität stimmen, hier kann man als „karibischer“ Gastgeber _„Welcome to Hawaii“_ auf jeden Fall punkten und den finanziellen Einsatz gering halten. Man spart sich tatsächlich den Barkeeper im Haus.
Ich vergebe hier 5 Sterne und spreche eine Kaufempfehlung aus.

Dieser Bericht erscheint auch bei Ciao und Dooyoo.

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